29.04. | Rechte Strukturen – Vom Hinterzimmer auf die Straße

Rassismus tötetVorstellung des Registers Charlottenburg – Wilmersdorf & Auswertung der Vorfälle 2015
29.04. | 20:00 Uhr | Schlossstr. 19 | U-Sophie-Charlotte Platz

 

Im letzten Jahr gab es bundesweit einen besonders starken Anstieg menschenfeindlich motivierter Angriffe, Drohungen und Sachbeschädigungen. Auch Charlottenburg-Wilmersdorf macht da keine positive Ausnahme. Darüber hinaus ist der Bezirk seit langem als
Hinterzimmer von faschistischen SchreibtischtäterInnen etabliert, die die rechten Institutionen im Bezirk für ihre Veranstaltungen, Vernetzung und ihr Wirken ins konservative Milieu nutzen. Darüber, sowie über die Aktivität der anderen Menschenfeinde im Bezirk (z.B. auf dem Qudstag-Marsch), wird eine Referentin des Registers Charlottenburg – Wilmersdorf berichten

Ab 19 Uhr ist wie üblich der Tresen offen. Es kann gekickert und Billard gespielt werden. Ab 20 Uhr beginnt die Infoveranstaltung.

Der Ort ist barrierefrei zugänglich.

Gegen das SS-Gedenken in Riga – Kampf den historischen Kontinuitäten

lettland215.03. | 18 Uhr | Botschaft Lettlands | Reinerzstr. 40/41 | S-Hohenzollerndamm

Am 16. März findet erneut das einzig noch öffentlich begangene Gedenken an Soldaten der Waffen-SS in der Europäischen Union statt: In Lettland werden, wie jedes Jahr seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, bis zu 2000 Menschen durch die Hauptstadt Riga marschieren und SS-Männer zu heroischen Freiheitskämpfern verklären.

In den Jahren von 1991 bis 1998 war der sogenannte „Tag der Legionäre“ ein staatlich verordneter Feiertag und bis heute ungebrochen stößt der rechte Aufmarsch in der lettischen Gesellschaft auf breite Zustimmung. Die allgemeine Akzeptanz für das dreckige Spektakel zeigte sich nicht zuletzt 2014, als nur massiver internationaler Druck ein Ende der (offiziellen) Unterstützung des revisionistische Events durch Regierungsmitglieder erwirken konnte.

Wir rufen für den 15. März um 18 Uhr zur Kundgebung vor der lettischen Botschaft in Berlin auf. Zeigen wir uns mit den Menschen solidarisch, welche in Riga am nächsten Tag auf die Straße gehen und sich dem reaktionären Treiben entgegen stellen.

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Gemeinsame Anreise – Antifa Demo „Fighting for 20 Years“

thumb-postervorschau20.02. | Bhf. Charlottenburg | 10:15 Uhr | Gleis 3

Wir unterstützen die Demo “Fighting for 20 Years” in Brandenburg an der Havel. Die Demonstration richtet sich gegen einen Staat, der die Tathintergründe von faschistischen Morden verschweigt/verschleiert und gegen eine Gesellschaft, die in ihrer kapitalistischen Logik immer selbst bereits Menschenfeindlichkeit produziert. Anlass ist der 20. Jahrestag des Mordes an dem alternativen Jugendlichen Sven Beuter.

Der Mörder von Sven Beuter ist dabei nicht als Einzeltäter zu betrachten, wie dies von Repressionsorganen in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. Zahlreiche Aussagen von rechten TäterInnen belegen, dass diese sich als ausführende AkteurInnen eines reaktionären Volkswillens begreifen.

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf der Antifa Jugend Brandenburg:

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Zu Ehren von Otto Grüneberg – Erinnern heißt Kämpfen!

Als Otto Grünebegrneberg1rg vor 85 Jahren von Faschisten ermordet wurde, stand er kurz vor seinem 23ten Geburtstag und wohnte mit seiner Familie in der Charlottenburger Schlossstraße 22.  Otto Grüneberg war Kommunist und als solcher organisiert in der „Roten Jungfront“ und engagiert in der Häuserschutzstaffel. Letztere diente primär der Verteidigung der schon damals durch Verwertungsinteressen bedrohten Mieter_innen vor Zwangsräumungen und ähnlichen Maßnahmen des Staates. Ab etwa 1930 war die Häuserschutzstaffel jedoch gezwungen, sich vermehrt der Verteidigung des Kiezes gegen Angriffe der Sturmabteilung (SA) zu widmen.

Seit Ende der 1920er Jahre versuchten die Nationalsozialisten, den Widerstand linker Viertel durch gezielte Ansiedlung faschistischer Infrastruktur zu brechen. Entsprechend hatte sich im September 1930 auch der Charlottenburger SA-Sturm 33 in einer Gaststätte in der Hebbelstraße niedergelassen. Von hier ausgehend begann er, die in dem als „Roter Kiez“ bekannten Gebiet lebende und organisierte Arbeiterschaft zu terrorisieren. Die Angriffe der Nationalsozialisten führten bald zu ersten Toten: Ende Januar 1931 wurde der Kommunist Max Schirmer vor der SA-Gaststätte mit einem Messer attackiert und dabei so schwer verletzt, dass er dem Angriff wenige Tage später erlag. Grüneberg, welcher unweit der SA-Gaststätte wohnte, sollte  als Zeuge gegen die Mörder von Schirmer aussagen. Dem kamen die Faschisten zuvor. Sie lauerten ihm in der Nacht zum 1. Februar in der Schlossstr./Ecke Hebbelstr. auf und schossen ihn an. Schwer verletzt schleppte er sich in die Gaststätte in seinem Wohnhaus und starb wenig später an den Schussverletzungen.

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Filmreihe | Kampf um Westberlin | Episoden des Widerstands

Im Rahmen des monatlich stattfindenden Antifatresens werden wir anhand einer Filmreihe drei wesentliche Episoden der antifaschistischen, antikapitalistischen und antistaatlichen Geschichte des Bezirks thematisieren. Angefangen mit der Geschichte der letzten erfolgreichen Besetzung Westberlins in den 90er Jahren über die „Schlacht am Tegeler Weg“ Ende der 60er bis zum Widerstand einer kommunistisch geprägten Straße gegen den NS in den 30ern.

Ab 19 Uhr ist wie üblich der Tresen offen. Es kann gekickert und Billard gespielt werden. Ab 20 Uhr beginnen jeweils die Filme.

Schlossstr. 19 | U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz | Der Ort ist barrierefrei.


 

hauskampf 29.01. | 19 Uhr | Episode 1 | Die letzte erfolgreiche Besetzung Westberlins

Es war die letzte erfolgreiche Besetzung Westberlins: In einer Zeit der akuten Wohnungsnot wurden ab 1989 über einige Jahre verschiedene Häuser und ein Wagenplatz in der Marchstraße besetzt gehalten. Der Film “Marchstraße/ Einsteinufer” gibt einen Überblick über die Situation dieser Zeit und porträtiert die Bewohner*innen der Häuser, sowie ihre Kämpfe.

Doku 1994, OF, 116 min.


 

tegelerweg 26.02. | 19 Uhr | Episode 2 | „Die Schlacht vom Tegeler Weg“

Am 4. November 1968 erringt die linke Bewegung in der Nähe des Landgerichts am Tegeler Weg in Charlottenburg einen kurzen Sieg auf der Straße gegen die Exekutive des verhassten Staates. Einen Sieg, der folgenreich sein soll: massive Aufrüstung der Polizei und Militanzdebatten innerhalb der Bewegung.

Doku 1988, OF 45 min.


 

Antifa1930Freispruch25.03. | 19 Uhr | Episode 3 | „Straße im Widerstand“

Als die Schergen des NS nach der Macht griffen, leisteten die Bewohner*innen der Wallstraße (heute Zillestraße) in Charlottenburg erbitterten Widerstand. Der gezeigte Film zeichnet anhand von Zeitzeug*innengesprächen diese spannende Geschichte nach, erzählt von der Propaganda-Arbeit für die im Viertel starke KPD, von Verhaftungen und dem Gang in den Untergrund.

Doku 1975, OF, 55 min.

 

31.12 | Silvester zum Frauen*knast

szk_2015_poster31.12. |  21:30 Uhr |Alt-Moabit / Rathenower Str.  | Demo zur JVA für Frauen*  Reinickendorf

Auch dieses Jahr ruft wieder ein Bündnis zur jährlichen Anti-Knast-Demonstration auf. Am am 31. Dezember geht es um 15:30 Uhr ab S-Bhf Frankfurter Allee zur JVA für Frauen in Lichtenberg und um 21:30 Uhr ab Alt-Moabit / Rathenower Str. zur JVA für Frauen in Reinickendorf.Wir unterstützen den unten stehenden Aufruf und das Ansinnen den Weggesperrten in diesem System eine Stimme zu geben.
Unsere Solidarität gilt jenen, die beschloßen haben, dem Dogma vom unantastbaren Eigentum und der Selbstreproduktion durch “ehrliche” Lohnarbeit nicht weiter zu folgen.
Jenen, die gegen die systemisch bedingte Ungleichverteilung von Wohlstand eine Tat der individuellen Aneignung gesetzt haben.
Jenen, die sich den Regeln des staatlich moderierten Kapitalismus verweigert haben und dafür mit ihrer Freiheit bezahlen müßen.Laßt uns in Zukunft die politische Organisation auch hinter den Gefängnissmauern stärken und so einen Beitrag zur revolutionären Selbstverortung der widerstängien Menschen leisten.

Für eine befreite Gesellschaft!

im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf zur diesjährigen Anti-Knast-Demo…

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