Statement zur LL-Demo 2021

Wir dokumentieren hier das Statement des Fight & Remember-Bündnis zu den Vorgängen auf der LL-Demo 2021:

Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gegen Polizeigewalt durchgesetzt +++ Dutzende Verletzte nach Angriff auf Demonstration +++

Tausende Menschen haben am Sonntag, 10. Januar, an der traditionellen Demonstration in Gedenken an die von reaktionären Freikorpssoldaten ermordeten Revolutionär:innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin teilgenommen. Trotz des Versuchs der Berliner Polizei, die Demonstration durch mehrere Angriffe bereits zu Beginn am Frankfurter Tor zu verhindern, wehrten sich die Teilnehmenden. Rund 3000 Menschen erreichten schließlich den Friedhof der Sozialist:innen und gedachten, den von der Reaktion ermordeten Genoss:innen.

Brutal gingen die Einsatzkräfte – als Vorwand wurde das Zeigen von FDJ-Symbolen herangezogen – gegen die Demonstration vor, davon war nicht zuletzt auch der antifaschistisch-internationalistische Block betroffen. Mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray ging die Polizei auch gegen Menschen mit Behinderung und Minderjährige vor. Mehr als 60 Menschen wurden dabei verletzt, davon drei schwererer und einer schwer. Die Attacke dauerte mehr als eine Stunde.

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Fight and Remember Krisen und Unterdrückung – Die Antwort heißt Revolution

Aufruf zum Antifaschistisch-Internationalistischen Block auf der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 2021

Sonntag, 10.01.2021 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor

Vor etwas mehr als 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. In etwa zur selben Zeit wütete mit der sogenannten Spanischen Grippe eine weltweite Pandemie, die bis zu 50 Millionen Todesopfer forderte. Neben dem unmenschlichen Elend des imperialistischen Krieges und der Pandemie, welches vor allem die proletarischen Klassen zu spüren bekamen, stürzten auch einige der bis dahin führenden imperialistischen Großmächte in eine tiefe Krise: Das russische Zarenreich zerfiel bereits im Jahr 1917 in Folge der Februarrevolution, das deutsche Kaiserreich ging im Feuer der Novemberrevolution 1918 unter, wie auch im selben Jahr das Habsburgerreich. Auch eine Siegermacht wie Italien stürzte in eine tiefe politische und wirtschaftliche Krise. Die Antwort der Bewegungen der proletarischen Klassen auf die Krise der Herrschenden hieß Revolution!

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Günter Schwannecke- Gedenken 2020

Am 29. August haben in Charlottenburg 40 Antifaschist*innen an Günter Schwannecke erinnert, der von Neonazis angegriffen wurde und am 5. September 1992 durch die Folgen des Angriffs verstorben ist. In diesem Jahr führte ein Gedenkspaziergang durch den Kiez, in dem Günter Schwannecke seinen Lebensmittelpunkt hatte. Wir möchten folgenden Redebeitrag dokumentieren der von einem jungen Mann verfasst wurde, der hier im Kiez groß geworden ist, und sich seit 2 Jahren bei der Berliner Obdachlosenhilfe e.V. im Wedding engagiert.

„ Ich bin 2004 nach Berlin gezogen. Da war die Wilmersdorfer Straße noch anders. Es gab einen Schlecker und gegenüber von diesem eine Kultkneipe „Die Schnapsdrossel“. Der Kiez war sehr bunt. Man merkte noch den Einfluss des Stuttis auf das bürgerliche Charlottenburg. So entstand eine Mischung aus Kudamm Speckgürtel , und Stuttgarter Platz Milieu.

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