Zusammen gegen Faschismus und Militarismus!

100 Jahre Kapp-Putsch – 100 Jahre Generalstreik Veranstaltung & Kundgebung in Schöneberg

Vortrag:
Mo. 9. März 2020 | 19:30 Uhr | Rote Insel |
Mansteinstraße (S/U-Bhf. Yorkstraße)

Referent: Bernd Langer (Kunst und Kampf), Unterstützt durch SZA, AWB, JANOSCH

Kundgebung:
Sa. 14. März 2020 | 15:00 Uhr | Kaiser-Wilhelm-Platz
(Redner*innen + Musiker*innen siehe hier)

Im März 2020 jährt sich zum 100. Mal der Putsch der rechten Generale, der die junge Weimarer Republik beseitigen sollte. Freikorps marschierten in Berlin ein und besetzten die Regierungsgebäude. Sie waren bekannt für ihre Morde an Liebnkecht und Luxemburg und unzähligen Arbeiter*innen. Die Soldaten trugen schon damals das Hakenkreuz.

In Berlin schlug ihnen Widerstand entgegen. Alle Arbeiter*innenorganisationen traten in den Streik und schnürten den Putschisten die Versorgung ab. Heftige Kämpfe gab es auch in Schöneberg. Hier schossen die Soldaten in die Menge und töteten mindestens sieben Menschen. Nahe dem Kaiser-Wilhelm-Platz erinnert heute eine Gedenktafel an sie.

Am 9. März referiert Bernd Langer über die Ereignisse von 1920. Er ist Historiker, kommt aus der autonomen Antifa der 80er/90er und arbeitet aktuell an einem Buch über den Kapp-Putsch.

Für den 14. März ruft die Koordination “Revolution 1918 unvollendet” zu einer Gedenkkundgebung auf. Neben den historischen Bezügen soll auch auf aktuelle Ereignisse eingegangen werden: Faschisten im Militär, Naziterror und politischer Streik.

Unterstützt wird die Aktion durch antifaschistische Gruppen. Seid auch ihr dabei.

Westberlin zeigt Flagge!

Infos: 1918unvollendet.org

Keine Gala für Repressionsbehörden.Gegen den europäischen Polizeikongress!

Am 4. und 5. Februar ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr tagt der Europäische Polizeikongress, organisiert vom “Behörden Spiegel”. Es handelt sich um das größte Vernetzungstreffen von Politiker*innen, Geheimdiensten, privaten Sicherheitsfirmen und Schergen diverser Polizeieinheiten. Der Kongress wird finanziert und unterstützt von Rüstungskonzernen und Unternehmen für Sicherheitstechnik.

Ein Schwerpunktthema in diesem Jahr ist eine vermeintliche “Erosion des Rechtsstaats”, die hauptsächlich an mangelnden Befugnissen staatlicher Repressionsbehörden ausgemacht wird. Rechtsstaatlichkeit wird von diesen Leuten mit der totalen Kontrolle des Gesellschaft durch polizeiliche Kräfte, geheimdienstlicher Überwachung und politischer Einflussnahme gleichgesetzt. Die Erzählung von einer “Erosion des Rechtsstaats” dient einzig dem Zweck der Institutionalisierung eines Ausnahmezustandes, welcher alleine durch Aufrüstung gegen den Feind im Innern in den Griff zu bekommen sei. Diese Erzählung ist notwendig, um die repressive Sicherheitsarchitektur weiter auszubauen und letzten Endes auch die Definitionshoheit darüber zu behalten, was noch demokratisch ist und was eben mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Hier tritt zu Tage, was schon länger zu beobachten ist: Die Polizei selbst wird zum politischen Akteur und versucht vermeintliche Feinde zu markieren. Diese sind, wie nicht anders zu erwarten, jene Gruppen und Strukturen, die sich unabhängig von den Institutionen des Staates und seiner Einflussnahme organisieren. So wird also auch in diesem Jahr dem “Extremismus” erneut der Kampf angesagt werden.

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Alerta! Paneuropäische Versammlung von Faschisten am 8. Februar 2020 in Budapest

Internationaler Aufruf von Genoss*innen aus Budapest

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

der 8. Februar wird von diversen europäischen faschistischen Gruppierungen als ein internationales Vernetzungstreffen unter dem Namen „Festung Budapest“ genutzt. Ursprünglich initiiert von Blood & Honor, sind die Veranstaltungen offiziell ein Gedenken an gefallene Soldaten der Belagerung von Budapest und mit einer Nachtwanderung werden mehr und mehr Menschen mobilisiert und verschleiert, dass es sich hier eigentlich um eine Zusammenkunft von Neonazis handelt.

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Sprete Fashizma!

18.01.19 | 13:00 | Mehringhof (SFE) | Veranstaltungen gegen die geschichtsrevisionistischen Neonazi-Märsche in Budapest und Sofia Anfang des Jahres.

Im Windschatten der in allen europäischen Ländern stärker werdenden autoritären rechten Parteien und Bewegungen haben sich in den letzten Jahren weitere und zwar gänzlich ungeschminkt neo-faschistische Bewegungen etabliert. Ihren Schwerpunkt haben sie in Osteuropa, insbesondere in den Ländern, die während des Zweiten Weltkrieges aktiv mit Nazi-Deutschland zusammengearbeitet haben. Zeitliche und räumliche Kristallisationspunkte sind die Ehrung der Täter von Gestern. Diese Kriegsverbrecher und Massenmörder werden als Märtyrer stilisiert und dienen im Zuge der eigenen nationalistisch-faschistischen Erzählung der Propagierung von Antikommunismus, Antisemitismus, Antiziganismus, der Hetze gegen Homosexuelle und Geflüchtete. Die jeweiligen Behörden können oder wollen dem nichts entgegensetzen, wenn sie nicht gleich selbst formell oder informell zum Gelingen beitragen. Der sogenannte „Tag der Ehre“ am 8.2.2020 und der Lukov-Marsch am 22.2.2020 werden wieder einmal Höhepunkte faschistischer Heldenverehrung und Selbstbeweihräucherung, unter Teilnahme international angereister Neo-Nazis, sein.

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Aufruf von Berliner Antifa-Gruppen zur Verteidigung linker Freiräume

Für mehr unabhängige Strukturen gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck

Die Lage spitzt sich weiter zu. In der ersten Jahreshälfte 2020 stehen mehrere Räume und Häuser der radikalen Linken in Berlin vor dem Aus – weitere sind gefährdet oder sehen sich ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Wir als Antifaschist*innen wissen um ihre Bedeutung und werden sie verteidigen!

Denn bei Liebig, Potse, Syndikat, Meuterei & Co. handelt es sich um mehr als Wohnprojekte, kollektiv geführte Kneipen, experimentelle Jugendclubs und Nischen unkommerzieller (Sub-)Kulturen. Es sind Bastionen gegen die Unmenschlichkeit des hiesigen „Gemeinwesens“. Sie dienen als Treffpunkte, Veranstaltungsorte, Mobilisierungsplattformen und als Zentren der Politisierung und Organisierung ganzer Generationen. Wo sonst finden sich Menschen zusammen, bilden Gruppen, vernetzen und organisieren sich gegen Neonazis, gegen den Rassismus, Sexismus, Hierarchien und Kapital?

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Aufruf zur Antifa-Kundgebung gegen die Verleihung des „Gerhard-Löwenthal Preis“ von der „Jungen Freiheit“

Seit 2004 kann die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit auf die Räume der Zitadelle Spandau zurückgreifen, um den sogenannten Gerhard-Löwenthal-Preis an neue und alte Rechte zu verleihen. Der schnelle Aufstieg der rassistischen, autoritären und nationalistischen Partei AfD hat viele unbedarfte Bürgerinnen und Bürger überrascht. Wer sich die Szene länger angeschaut hat, konnte allerdings schon früh sehen: von Schnellroda über Wilmersdorf bis nach Spandau werkeln intellektuelle Rechte am Lückenschluss zwischen Nationalismus und Konservatismus.

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